Anträge und Projektideen - 2013 / 2014

Beim zweiten Treffen mit der Bezirkspolitik haben die VertreterInnen der Workshop-Gruppen alle Informationen über die Bearbeitung und Umsetzung Ihrer Anliegen für Veränderungen im Bezirk bekommen. Es war ein besonders spannendes Treffen mit tollen Gesprächen. Unten angeführt findet Ihr alle Anliegen aus den Jugendparlament-Workshops und die Antworten des Bezirks.



Projektideen

Raum für Jugendliche im Bezirk

Wir haben gehört, ass ein Jugendlokal zwar jahrelanger Wunsch der SchülerInnen ist, aber im Moment nicht umgesetzt werden soll. Wir regen den Bezirk an, über die Möglichkeit eines Jugendlokals weiter nach zu denken. Es sollte Platz und Raum für Musik, Kunst, Unterhaltung und einen Platz zum Lernen haben. Weiter sollte er jugendgerecht geführt und eingerichtet sein (z.B.: kein Konsumzwang, günstige Getränke, Möglichkeit zum Kochen, Tischtennis, …).

Wir haben gehört, dass ein Raum für Jugendliche auch in den letzten Jahren gewünscht wurde, aber leider nicht realisiert werden konnte. Wir fordern trotzdem einen Raum für uns, an dem wir uns aufhalten können, ohne etwas kaufen zu müssen und der auch Lern- und Ruheplätze hat, damit wir Mittagspause einen Ort haben, wo wir hingehen können. Vor allem im Winter wäre das hilfreich, weil wir uns dann nicht draußen aufhalten können.

Antwort des Bezirks: Wir wissen, dass junge Menschen mehr Raum brauchen. Wir haben vor zwei Jahren eine große Sozialraumstudie von Experten der FH St. Pölten erstellen lassen, die den Raumbedarf von Jugendlichen im öffentlichen Raum darstellt. Jugendliche brauchen auch Raum (und Zeit) zum "Nichts tun". Wenn wir dieses Projekt im Vollausbau realisieren würden, könnte das 10% unseres gesamten Budgets kosten, mehr, als nach Abzug aller Fixkosten übrig bleibt. Daher verwirklichen wir kleine Dinge, die leistbar sind, und zumindest etwas helfen können. Im letzten Sommer haben wir so die Mobile Jugendbetreuung getestet. Unserem Eindruck nach hat sie gut funktioniert. Der Familienbund (der nicht nur das Jugendparlament, sondern auch die Parkbetreuung in der Inneren Stadt übernimmt) hat dabei gezielt Jugendliche im öffentlichen Raum aufgesucht und sie betreut. Das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Eure Anträge haben uns wieder einmal gezeigt, wie wichtig das Thema Raum für Jugendliche ist. Sie helfen uns auch, politisch mehr Verständnis dafür herzustellen und Druck bei den Verantwortlichen zu machen, auch wenn das schwer ist.


Kunstprojekt am Vorplatz des BG Stubenbastei

Wir haben das Anliegen, dass der Bezirk am Vorplatz des Gymnasiums Stubenbastei ein Kunstprojekt initiiert. Es geht dabei um die Idee moderne Kunstfiguren/Kunstskulpturen im Sinne von modernen Statuen aus verschiedenen Materialien. Nach unserer Vorstellung könnte man es auch als Kooperationsprojekt mit der Schule/den SchülerInnen machen.

Antwort des Bezirks: Ihr habt mit eurer Idee das Kunstprojekt eigentlich schon fast initiiert. Es ist eine gute Idee, selbst aktiv zu werden, und den Vorplatz der Schule schöner zu machen. Sprecht diesbezüglich mit euren Lehrern und eurem Direktor, Vielleicht könnt ihr – auch mit ihrer Hilfe – Künstler zur Unterstützung gewinnen. Vielleicht könnt ihr auch die Figuren im Unterricht selbst herstellen. Klar ist, dass es für ein solches Projekt etwas Geld braucht. Der Bezirk hilft hier gerne, wenn die Summen nicht allzu groß sind. In der Hegelgasse hat es im vergangenen Jahr auch ein solches Kunstprojekt gegeben, das der Bezirk finanziell unterstützt hat. Dazu brauchen wir von der Schule eine genaue Kostenaufstellung und einen Plan, wie das Projekt abgewickelt werden kann, da es sich ja um Steuergelder handelt. Wir freuen uns, bald von euch zu hören.



Freies W-LAN-Netz im Bezirk

Wir haben erfahren, dass es in Wien die Möglichkeit für Bezirke gibt, Gratis-W-LAN an öffentlichen Plätzen zu ermöglichen. Wir beantragen freies und unlimitiertes Internet in der Inneren Stadt, vor allem am Schwedenplatz und im Stadtpark. Das Ziel ist, dass Menschen auch im Freien mit ihren Computern arbeiten können und nicht nur zu Hause.

Antwort des Bezirks: Ihr habt mit eurem Antrag einen sehr wichtigen Punkt angesprochen. Auch wir sind der Meinung, dass in einer Weltstadt wie Wien stark frequentierte Orte mit Gratis-W-LAN ausgestattet sein müssen. Viele Plätze in der Inneren Stadt gehören dazu, sicher auch der Schwedenplatz, vielleicht auch der Stadtpark. Gratis-W-LAN im ganzen Bezirk ist dann das Fernziel. Wie ihr ja wisst, hat der Bezirk nicht so viel Geld, wie er gerne hätte, um alle guten Projekte zu verwirklichen. Daher gehen wir Schritt für Schritt vor und verwirklichen das, was wir uns leisten können, um dem Ziel immer näher zu kommen. So haben wir im vergangenen Jahr am Stephansplatz den ersten W-LAN-Hotspot errichtet. Dazu haben wir auch Mittel von der Stadt Wien erhalten. Eine andere Möglichkeit ist etwa, mit Geschäftsleuten der Einkaufsstraßen zusammenzuarbeiten, um dort W-LAN für die Öffentlichkeit möglich zu machen. Euer Antrag macht uns Mut, das Thema weiter zu verfolgen. Besonders der Schwedenplatz soll ja umgestaltet werden, in diesem Rahmen soll er unserer Meinung nach auch Gratis-W-LAN erhalten. Auch den Stadtpark merken wir uns dafür vor, wenn wieder etwas Geld da ist.


City-Bike-Stationen am Stephansplatz

Wir nützen das Angebot der City-Bike-Stationen sehr oft und gerne. Wir beantragen bei der Bezirksvorstehung Innere Stadt, dass Sie sich dafür einsetzt in der Nähe des Stephansplatzes und am Graben zusätzliche City-Bike-Stationen errichtet werden. Wir glauben, dass die Räder bestimmt intensiv genützt werden.

Antwort des Bezirks: Zum Antrag betreffend neue City-Bike-Stellen im Bereich der Fußgängerzone Graben ist zunächst natürlich zu sagen, daß Radfahren in der Fußgängerzone nicht erlaubt ist und diese daher höchstens am Rande, also in den Nebengassen, machbar wären. Es ist aber auch festzuhalten, daß die Bedingungen für die Aufstellung und den Betrieb der City-Bikes derzeit in einer Umbruchphase sind, weil einerseits das bisherige Förderungssystem ausgelaufen ist und andererseits die Bezirke die Kosten ebensowenig tragen können, wie dies die Betreiberfirma tun will bzw. kann. Es ist daher im Augenblick schwer vorherzusehen, ob und unter welchen Bedingungen weitere Anlagen über die derzeit in Vorbereitung befindliche am Hohen Markt hinaus errichtet werden. Euer Vorschlag wird aber, sollte es zu weiteren Anlagen kommen, in die Überlegungen gerne einbezogen.



Parkanlagen

Attraktive und moderne Sitzgelegenheiten im Stadtpark

Wir haben das Anliegen im Stadtpark neue und attraktive Sitzgelegenheiten aufzustellen. Wir beantragen, dass im Stadtpark Sitzgelegenheiten aufgestellt werden, auf denen man sich auch gegenüber sitzen kann. Am geeignetsten erscheinen uns Tisch-Bank-Kombinationen wie wir sie von anderen Parks auch kennen.

Wir beantragen für den Stadtpark gemütliche Sitzgelegenheiten die auch überdacht sind. Damit meinen wir zumindest bekannte Tisch-Bank-Kombinationen mit einem Dach als Regenschutz. Ausgefallene Möbel wären auch toll. Wegen des Orts schlagen wir die große Liegewiese oder den Bereich rund um den Teich vor.

Wir beantragen neue und super attraktive Sitzgelegenheiten für den Stadtpark, die am besten auf der großen Wiese aufgestellt werden sollen. Wir haben auch einen konkreten Vorschlag: Eine Holzplattform im Stadtpark auf der Wiese mit eingebauten Sitzelementen aus Holz. Mit einem Sonnensegel. Damit die vielen Leute, die im Sommer im Stadtpark sind, nicht nur auf der Wiese oder auf den Bänken am Rand der Wiese sitzen oder liegen müssen. Ein positives Beispiel gibt es zum Beispiel beim Museumsquartier.

Antwort des Bezirks: Wir haben Euren Antrag mit einem Vertreter der zuständigen Magistratsabteilung, in diesem Fall das Stadtgartenamt oder kurz MA 42, besprochen. Leider mussten wir bei der Besprechung mit der MA 42 feststellen, dass mehrere Gründe gegen das Aufstellen von Sitzgelegenheiten in der Wiese im Stadtpark sprechen. Der Stadtpark war die erste öffentliche Parkanlage in Wien und soll als historischer Park mit den vielen Denkmälern und Skulpturen (z.B.: das berühmte Johann-Strauss-Denkmal) auch so erhalten bleiben. Außerdem wurde uns mitgeteilt, dass die Sitzgelegenheiten einen festen Untergrund benötigen. Wenn der Boden nicht ausreichend befestigt ist (Platten, Beton, Asphalt etc.) würden die Bänke bzw. Sitzgelegenheiten im weichen Boden einsinken und die aufwändig gepflegten Grünflächen würden durch die ständige Beanspruchung in Mitleidenschaft gezogen werden. Eine Verankerung im Boden bzw. Verkettung von mehreren Sitzmöbeln ist zusätzlich erforderlich, da sonst durch Vandalenakte die Möblierung im Teich oder an anderen Stellen im Park landet. Seit dem Jahr 2007 ist es aber erlaubt, die öffentlichen Wiesen in den Parkanlagen der Stadt Wien zu benutzen. Es kann Euch also niemand verbieten, die Wiese zu betreten und zu nutzen. Ihr könnt also Decken mitnehmen und Euch in die Wiese legen. Dabei ist ganz klar, dass die Nutzung dieses Stückes öffentlichen Raums in einer respektvollen Art und Weise erfolgt, sodass es auch zu keinen berechtigten Beschwerden von anderen Personen kommt. Einer solchen Art der Nutzung steht also nichts im Wege.


Neue Sitzgelegenheiten im Rudolfspark

Wir beantragen auf der Wiese im Rudolfspark mehr Sitzmöglichkeiten, weil es wegen des hohen Bedarfs zu wenige Sitzgelegenheiten gibt und wir uns gerne im Rudolfspark aufhalten. Die Sitzgelegenheiten sollten so sein, dass sie gemütlich sind und wir gut plaudern können.

Antwort des Bezirks: Zum Antrag betreffend Sitzgelegenheiten im Rudolfspark möchten wir Euch mitteilen, daß wir im Finanzausschuß des Bezirkes die zuständige Magistratsabteilung 42 gebeten haben, die eine oder andere zusätzliche Bank aufzustellen. So wie es aussieht, sollte dies demnächst geschehen. Bezüglich Eures Wunsches, diese gegenüberliegend in der Wiese aufzustellen, ist aber zu sagen, daß dies voraussichtlich nicht möglich sein wird, weil diese ansonsten in der Erde einsinken würden und ansonsten der Weg zu sehr eingeengt würde, dies wird aber noch einmal geprüft.


Sitzgelegenheiten im Börsepark

Wir beantragen mehr und gute Sitzmöglichkeiten am Hügel des Börseplatzes (Herbert-Gmeiner-Park), weil uns dort zu wenige Sitzplätze zur Verfügung stehen. Meistens sind alle Plätze besetzt. Die Sitzbänke müssen gemütlich sein.

Antwort des Bezirks: Der Börsepark ist ein besonderer Park, weil er von Jugendlichen wie auch von Kindern gerne genutzt wird. Da ältere und jüngere Menschen aber unterschiedliche Vorstellungen haben, werden im Kinderparlament und im Jugendparlament unterschiedliche - ja sogar gegensätzliche – Anträge an den Bezirk herangetragen. Wir haben Euren Antrag mit einem Vertreter der zuständigen Magistratsabteilung, in diesem Fall das Stadtgartenamt oder kurz MA 42, besprochen. Am Hügel selbst ist die Montage von Bänken aus den oben genannten Gründen leider nicht möglich. Es werden aber neue Tisch-Bank-Kombinationen angeschafft und sobald diese vorhanden sind, werden zusätzliche Sitzgelegenheiten im Park aufgestellt.



Verkehr und Verkehrssicherheit

Verbesserung Überquerung des Rings beim Stadtpark

Wir wünschen uns eine Verbesserung auf unserem täglichen Weg vom BG Stubenbastei hinüber zum Stadtpark. Dabei soll unsere Situation als FußgängerInnen besser berücksichtigt werden. Eine gute Lösung wäre eine deutliche Verlängerung der Grünphase für FußgängerInnen über den Ring.

Antwort des Bezirks: Zu einer Verbesserung der Überquerung des Rings zum Stadtpark ist zu sagen, dass eine Verlängerung der Grünphase an der Kreuzung Luegerplatz bei der U-Bahn-Station Stubentor wegen der starken Frequenz des Verkehrs am Ring nicht in Frage kommt. Ein weiterer Übergang bei der Zedlitzgasse wurde bereits andiskutiert, jedoch aus Kosten- und verkehrstechnischen Gründen verworfen.


Verbesserung beim Radweg am Karlsplatz

Beim U-Bahn-Aufgang der Station Karlsplatz auf der Ringseite Höhe Hotel Brisol gibt es eine sehr problematische Konstellation mit dem Fahrradweg. Obwohl hier eigentlich ein Zebrasteifen in Richtung Innere Stadt/Kärntnerstraße vorhanden ist, kommt man kaum über die Straße. Die FahrradfahrerInnen fahren bis in die Kreuzung hinein und damit über den Zebrasteifen. Vielleicht würde hier ein Haltestreifen oder Ähnliches helfen. Wir beantragen, dass die Situation überprüft und verbessert wird.

Antwort des Bezirks: Die Situation der Kreuzung über die Nebenfahrbahn des Rings und des Schutzweges sowie des Fahrradstreifens ist als schwierig bekannt. Es wurden bereits einige Umbauten durchgeführt und vor allem die FußgängerInnen zu schützen und ihnen zu erleichtern, sicher über die Straße zu kommen. Ein Haltestreifen auf dem Radweg vor dem Übergang scheint eine geeignete Maßnahme, um die Situation zu verbessern.


Verbesserung der Ampelphasen am Schwarzenbergplatz

Wir haben von den Bemühungen der Klassen in den Vorjahren erfahren. Auch wir beantragen eine längere Grünphase der Ampelschaltung beim Zebrastreifen vor dem Schwarzenbergcafé, der über den Ring führt. Dies würde der allgemeinen Sicherheit dienen, weil Leute, die die Straße überqueren wollen, länger Zeit haben und nicht über die Straße hetzen müssen.

Die Situation für FußgängerInnen am Schwarzenbergplatz an der Ecke Kärntnerring ist leider nicht zufriedenstellend. Nach unserer Wahrnehmung ist die Grünphase für Fußgeher zu kurz. Wir wurden über die Räumzeit informiert, aber dennoch beantragen wir, dass die Situation überprüft und verbessert wird.

Antwort des Bezirks: Diese Kreuzung stellt durch ihre komplexe Situation eine Herausforderung für jene ExpertInnen bei der Magistratsabteilung 46 dar, die für die Programmierungen von Ampelsignalanlagen verantwortlich sind: Öffentlicher Verkehr (Straßenbahn- und Buslinien), Fahrrad-, FußgängerInnen- und motorisierter Individualverkehr mit einer Vielzahl an möglichen Bewegungsrichtungen treffen hier in dichter Frequenz aufeinander und sollen so koordiniert werden, dass einerseits die Verkehrssicherheit in höchstmöglichem Ausmaß gewährleistet ist und andererseits die Flüssigkeit des Verkehrs für alle VerkehrsteilnehmerInnen ermöglicht wird. Auch auf computergestützt ermittelte "Grüne Phasen" für den öffentlichen und den individuellen Verkehr ist Rücksicht zu nehmen. Wenn also die Ampelanlage einer Kreuzung umprogrammiert werden soll, müssen gleichzeitig die Schaltungen einer Reihe weiterer Ampelanlagen entlang der Ringstraße angepasst werden. Die Kosten für die Änderung nur einer großen Kreuzung belaufen sich auf € 30.000,- bis € 60.000,-. Die Gesamtkosten eines solchen Projektes lägen also bei mindestens € 150.000,-! Unter Berücksichtigung all dieser Aspekte ist daher eine Verlängerung der Grünphasen für FußgängerInnen derzeit leider nicht möglich. Dies ist umso mehr schade, da FußgängerInnen laut dem geltenden "Masterplan Verkehr 2003" bevorzugt zu berücksichtigen sind.


Verbesserung Kreuzung Weihburggasse/Seilerstätte/Coburgbastei

Wir erleben die Kreuzungen Weihburggasse/Seilerstätte und Weihburggasse/Coburgbastei sehr unsicher. Wir fordern daher die Prüfung dieser Kreuzungen und, wenn möglich, eine Entschärfung der Situation vor allem für Fußgänger und Fußgängerinnen durch Zebrastreifen oder Ampeln.

Antwort des Bezirks: Tatsächlich ist diese Kreuzung recht unübersichtlich. Wir werden die MA 46 (Magistratsabteilung Verkehrsorganisation) darum ersuchen, diese Kreuzung zu überprüfen und entsprechende Möglichkeiten vorzuschlagen.



Öffentliche Plätze

Begrünung des Vorplatzes BG Stubenbastei

Die neu gestalteten Sitzmöbel am Vorplatz vor dem Gymnasium Stubenbastei gefallen uns eigentlich ganz gut. Was wir nicht gut finden, ist dass es am Platz jetzt kaum mehr Grün und bepflanzt ist. Wir beantragen deshalb, dass am Vorplatz der Schule wieder mehr Bäume gepflanzt werden und/oder die Möglichkeit für Beete geschaffen wird. Im Moment ist der Platz grau und das wirkt trist.

Antwort des Bezirks: Die Stubenbastei soll demnächst gemäß Plänen, die in Zusammenarbeit mit den dort befindlichen Schulen (auch Schülern!) erarbeitet wurden, umgestaltet werden. Diese Pläne sehen zwar Grünflächen vor, diese werden allerdings nicht allzu groß ausfallen, weil der Platz für Fußgänger (Schüler, abholende Eltern) aber auch für Zufahrten von Einsatzfahrzeugen frei bleiben muß.


Sitzgelegenheiten in der Hegelgasse und Fichtegasse

Wir fordern die Sitzmöglichkeiten in der Fichtegasse, zwischen Hegelgasse 12 und 14 zu verbessern. Eine optische Verbesserung könnte durch Farben/Graffiti erzielt werden. Gerne stehen wir zur Mitgestaltung zur Verfügung. Durch eine Holzkonstruktion auf den Betonflächen könnte eine bequemere Sitzmöglichkeit entstehen, da der Beton vor allem in den Wintermonaten zu kalt zum Sitzen ist.

Wir haben erfahren, dass beim Umbau unserer Nachbarschule die Fichtegasse teilweise nicht zugänglich sein wird. Wir beantragen deshalb coole Bänke beim Schuleingang der Hegelgasse, damit wir nicht immer stehen müssen und uns dort angenehm aufhalten können.

Antwort des Bezirks: Ihr habt sicher vom Projekt eurer Nachbarschule erfahren, den Vorplatz mit den Sitzgelegenheiten im Kunstunterricht gemeinsam mit einem Künstler zu gestalten. Auch eure Schule wurde damals zum Mitmachen eingeladen, was aber abgelehnt wurde. Ihr könnt vielleicht noch versuchen, eure Schule zum Mitmachen zu überzeugen, oder ein ähnliches Projekt starten. Klar ist, dass es für ein solches Projekt etwas Geld braucht. Der Bezirk hilft hier gerne, wenn die Summen nicht allzu groß sind. Dazu brauchen wir von der Schule eine genaue Kostenaufstellung und einen Plan, wie das Projekt abgewickelt werden kann, da es sich ja um Steuergelder handelt. Dabei müsst ihr bzw. muss die Schule auch überlegen, was nach und während des Umbaus in der Fichtegasse mit den Sitzgelegenheiten passieren soll, damit sich der Aufwand auch lohnt.



Anfragen an den Bezirk

Zusammensetzung des Budgets der Schulen im Bezirk

Wir interessieren uns für die Zusammensetzung des Budgets für Schulen. Vor allem möchten wir wissen, wie sich die Verteilung zwischen Schule und Bezirk gestaltet und ob es möglich ist, bei Bedarf Budget umzuschichten. Uns stehen in unserer Schule nur sehr alte PCs zur Verfügung und wir wünschen uns schon länger neue, erhalten aber immer wieder die Antwort, dass dies aufgrund des geringen Schulbudgets nicht möglich ist.

Antwort des Bezirks: Zum Antrag betreffend Schulfinanzen ist zu sagen, daß der Bezirk ausschließlich auf bauliche Maßnahmen der Pflichtschulen Einfluß nehmen kann, alles andere wird entweder vom Eigentümer (je nachdem Bund, Land oder Private) finanziert und daher auch letztendlich entschieden. Hier die genaue Formulierung in der Wiener Stadtverfassung, mit der die Zuständigkeit der Bezirke festgelegt wird: 2. allgemeinbildende Pflichtschulen im Sinne des Wiener Schulgesetzes mit Ausnahme der Sonderschulen für körperbehinderte Kinder, schwerhörige Kinder, sehbehinderte Kinder und schwerstbehinderte Kinder: Bauliche Instandhaltung, Instandhaltung der Grünanlagen, Einbau von Zentralheizungen und Herstellung von Fernwärmeanschlüssen, Instandhaltung der Fernmeldeanlagen, Bestreitung der Betriebs- und Wartungskosten, Anschaffung von Einrichtungsgegenständen und Reinigungsgeräten, ausgenommen die Erstausstattung von Neu- und Zubauten; Die von Euch angesprochenen Computer dürfen daher nicht vom Bezirk beschafft werden, also kann es auch keine Umschichtung geben. Es ist klar, daß die Verteilung der Verantwortung auf viele verschiedene Stellen nicht nur für die Schüler und Eltern verwirrend ist, sondern auch mitunter bürokratische Probleme und Verzögerungen verursachen, doch liegt auch dies leider außerhalb der Einflußmöglichkeiten der Bezirksräte. Seit dem Frühjahr 2014 ist es nun so weit und ihr dürft euch in der Schule über neue Computer freuen, die hoffentlich euren Vorstellungen entsprechen.


Alkoholkonsum durch Minderjährige

Wir haben beobachtet, dass in Wien immer wieder Jugendliche mit teilweise hartem Alkohol unterwegs sind, die aber deutlich unter 16 Jahren sind. Die Polizei scheint nichts zu tun. Wir möchten wissen, wie die Stadt Wien (Rathaus) und der Bezirk die Situation einschätzen und was dagegen unternommen wird.

Antwort des Bezirks: Das Wiener Jugendschutzgesetz sieht bezüglich Alkoholkonsum vor: Bis zum vollendeten 16. Lebensjahr ist in der Öffentlichkeit der Erwerb und der Konsum von alkoholischen Getränken und Tabak verboten. An junge Menschen bis zum vollendeten 16. Lebensjahr dürfen alkoholische Getränke und Tabakwaren in der Öffentlichkeit nicht abgegeben werden. In der Praxis wird dies wie im Antrag festgestellt, vielfach nicht eingehalten. Zur Durchsetzung dieser Bestimmungen konzentrieren sich die Behörden auf gemeinsame Kontrollen von Polizei und Marktamt, weil vor allem die Einhaltung von Ausschankverboten und die entsprechenden Vorkehrungen überwacht werden sollen. So muß etwa in jedem Lokal ein Hinweis auf die Beschränkungen (Kein Alkohol unter 16 Jahren) angebracht sein, die Getränkekarte muß kostengünstige alkoholfreie "Jugendgetränke" enthalten usw. Kontrollen erfolgen dabei auch am Abend und in der Nacht, wobei stichprobenartig auch die Ausweise jung aussehender Alkoholkonsumenten geprüft werden. Es ist aber, wie generell bei stichprobenartigen Kontrollen, leider klar, daß diese Maßnahmen den jugendschutzwidrigen Alkoholkonsum nicht verhindern können, eine Ausweitung der Kontrollen scheitert vor allem an den personellen Ressourcen von Polizei und Magistrat. Dies ist auch aus der Sicht der Innenstadtbewohner sehr bedauerlich, weil mehr und genauere Kontrollen von Gastronomielokalen auch aus anderen Gründen (z.B. Lärmemissionen) wünschenswert wären. Die Stadt Wien versucht jedoch zusätzlich mit Beratungsangeboten Jugendlichen nicht nur mit Strafen zu drohen, sondern durch Information zu vernünftigem Verhalten zu motivieren bzw. bei Problemen zu helfen. So gibt es z.B. von WienXtra (Ecke Babenbergerstraße/Burgring) diese interessante Broschüre, in der viele Aspekte des Alkoholproblems dargestellt werden und Hilfe angeboten wird:  www.jugendinfowien.at/fileadmin/daten/jugendinfo/PDF/Broschueren/alkohol.pdf