Anträge und Projektideen - 2014 / 2015

Beim Treffen mit der Bezirkspolitik haben die VertreterInnen der Workshop-Gruppen alle Informationen über die Bearbeitung und Umsetzung Ihrer Anliegen für Veränderungen im Bezirk bekommen. Es war ein besonders spannendes Treffen mit tollen Gesprächen. Unten angeführt findet Ihr alle Anliegen die beim Antragstreffen des Jugendparlaments Innere Stadt vorgestellt wurden und die Antworten des Bezirks.

Wenn Du Dich für Deine Anliegen, Wünsche, Anregungen und Vorschläge für die Innere Stadt einsetzen möchtest, dann musst Du nicht bis zum nächsten Jugendparlament warten. Frau Bezirksvorsteherin Stenzl und die Bezirksrät/-innen der Inneren Stadt haben regelmäßige Sprechstunden bei denen Du gerne vorbei kommen kannst. Alle Informationen dazu findest Du unter  www.wien.gv.at/bezirke/innerestadt  im Internet.



Projektideen

Kleine Verbesserungen im Schulgebäude der Renngasse

Wir haben zwei Verbesserungsvorschläge die unsere Schule KMS Renngasse betreffen. Es wäre gut, wenn die Schule neu bemalt würde und wir Spiegeln in den Toiletten hätten.

Antwort des Bezirks: Die Bemalung eurer Schule ist leider aus Sicht der zuständigen Magistratsabteilung nicht möglich. Positive Nachrichten gibt es aber in Hinblick auf die gewünschten Spiegel. Hier wird es Gespräche mit dem Direktor geben und die Spiegel sollten bald montiert werden können.


Informationen zum W-LAN-Hotspot am Stephansplatz

Wir haben erfahren, dass es am Stephansplatz einen Gratis W-LAN-Hotspot gibt. Wir finden die Idee toll und fänden es gut wenn W-LAN an mehreren Plätzen im Bezirk angebracht wird. Leider haben wir bisher nichts von der Möglichkeit am Stephansplatz gewusst. Wir schlagen daher vor, dass für diese Möglichkeit mehr und bessere Öffentlichkeitsarbeit gemacht werden soll. Eine gute Möglichkeit wäre es den BezirksbewohnerInnen in einem Brief davon zu berichten oder einen Zeitungsartikel zu machen. Vielleicht gibt es ja auch die Möglichkeit am Stephansplatz eine Hinweistafel oder ein Board aufzustellen, in dem die Info aufscheint, die Platz aber nicht wie eine Werbetafel optisch dominiert.

Antwort des Bezirks: Wir haben lange an Gratis-W-LAN im Bezirk gearbeitet. Wir sind daher sehr froh, dass wir den ersten Hot Spot am Stephansplatz bekommen haben (auch am Rathausplatz gibt es einen weiteren Hot Spot). Was noch erfreulicher ist: In den nächsten Jahren wird das W-LAN im Bezirk weiter ausgebaut. Das wurde erst kürzlich beschlossen. Weitere Hot Spots werden in der Kärntner Straße (Mitte), der Rotenturmstraße (beim Schwedenplatz), am Graben, am Michaelerplatz, am Kohlmarkt, am Albertinaplatz, Am Hof, auf der Freyung, in der Babenbergerstraße, am Börseplatz und am Schwarzenbergplatz errichtet. Wir haben damals einige Werbeaktionen durchgeführt, auch über die Ausweitung des W-LAN-Projekts hat z.B. die Bezirkszeitung berichtet. Erzählt bitte auch Euren Freunden davon, damit das auch mehr User wissen. Im Bezirk gibt es nämlich eindeutig zu viele Schilder, zusätzliche Schilder mit dem Hinweis auf die Hot Spots aufzustellen, würde noch mehr Verwirrung schaffen, als es leider durch den aktuellen "Schilderwald" schon gibt. Laptop oder Handy zeigen nämlich bei so gut wie jedem Hersteller mit der Funktion Netzsuche auch an, welche Netze vor Ort verfügbar sind.
Danke für Euer Engagement. Helft uns bitte weiter, indem Ihr Werbung für unser Gratis-W-LAN macht. Mit Eurem Antrag habt Ihr die gleiche Idee wie wir sie hatten, uns freut es daher, dass wir den richtigen Riecher hatten! Bleibt bitte weiter an der Bezirkspolitik interessiert und bringt Euch weiter ein!



Erklärungstafel am Dr.-Karl-Lueger-Platz

Da sich am 9. November 2014 der Novemberpogrom zum 76. Mal gejährt hat, ist uns wiederholt die Unstimmigkeit aufgefallen, dass ein ehemaliger Antisemit in Form eines Denkmals und als Namensgeber des Platzes in einer demokratischen Stadt wie Wien weiterlebt. Da er dennoch einiges für die Stadt getan hat, ist es verständlich, dass eine Umbenennung des Platzes und eine Entfernung des Denkmals nicht im Bereich des Möglichen liegt. Deshalb würden wir vorschlagen eine Erklärungstafel an diesem Platz anzubringen, die erläutert, weshalb das Denkmal, trotz Karl Luegers antisemitischer Vergangenheit, seinen Namen trägt und sein Andenken durch die Statue auf dem Dr.-Karl–Lueger–Platz bestehen bleibt.

Antwort des Bezirks: Der Bezirk hatte im vergangenen Jahr die gleiche Idee wie Ihr. Auch wir haben uns überlegt, wie wir mit dem Dr. Karl-Lueger-Platz mit dem Lueger-Denkmal weiter umgehen wollen. Wir haben uns im Bezirksparlament auch für den von euch überlegten Weg der Erklärung durch eine Tafel vor Ort entschieden. Im Bezirk ist die Kulturkommission unter anderem für Denkmäler zuständig. Die Bezirksrätinnen und Bezirksräte, die Mitglieder der Kulturkommission sind, haben gemeinsam mit Historikern den Text der Erklärungstafel formuliert. Die Tafel fasst alle Aspekte des politischen Wirkens von Karl Lueger, seine Verdienste um Wien wie seine antisemitischen Äußerungen, auch für Touristen gut lesbar zusammen. Die Tafel wird in Kürze aufgestellt.
Es kann gut sein, dass wir bei zwei weiteren Straßen bald eine ähnliche Erklärung diskutieren. Denn laut einer Historikerkommission sind auch der Dr. Karl-Renner-Ring und die Wiesingerstraße historisch vorbelastet – es bleibt also spannend. Übrigens: Wir haben im Sitzungssaal des Alten Rathauses auch ein Bild Karl Luegers, Ihr habt es bestimmt bemerkt. Auch darunter haben wir bereits eine Erklärungstafel wie in Zukunft am Lueger-Platz angebracht. Euer Antrag hat uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Danke für Euer Engagement – und bitte bleibt weiter an der Bezirkspolitik interessiert und bringt Euch weiter ein!



Restaurant mit Unterstützungsangeboten für Obdachlose

Wir kennen Restaurants in denen es die Möglichkeit gibt eine Speise zu kaufen, die man aber selber nicht konsumiert. Die Speise wird auf eine Tafel geschrieben, bsp. eine Suppe bezahlt aber nicht konsumiert, und bspw. ein Obdachloser kann die Suppe gratis konsumieren. Wir möchten wissen, ob es diese Möglichkeit in Zukunft auch in der Inneren Stadt geben könnte. Wie steht der Bezirk dazu und was sagen die zuständigen PolitikerInnen im Rathaus dazu?

Antwort des Bezirks: Wir finden, dass das eine sehr gute Idee ist. Wie Ihr vielleicht wisst, gibt es bereits Projekte von Supermärkten, in denen Lebensmittel, die am Tag nicht verkauft werden, am Abend an Bedürftige verteilt werden. Ebenfalls gibt es den Verein "Wiener Tafel", der etwas ähnliches wie in Eurem Antrag bereits durchführt. Daher wäre es eine interessante Ergänzung, auch Restaurants in derartige Projekte einzubinden. Daher befürworten wir eine Initiative, die gemeinsam mit Gastronomen ein Projekt entwickelt, bei dem Gäste Obdachlose gewissermaßen zum Essen einladen können. Diese Initiative, die Ihr z.B. mit Euch bekannten Gastronomen aus der Inneren Stadt starten könnt, muss sich dann überlegen, wie der Plan konkret umgesetzt werden soll (Werbung, Ort zum Essen etc.). Ihr seid hier schon ein Teil der Zivilgesellschaft, darüber freuen wir uns. Es ist ja auch keine Aufgabe des Bezirks, solche Projekte selbst durchzuführen, sondern das ist Eigeninitiative eben der Zivilgesellschaft. Ihr seid dabei nicht auf ein OK aus dem Bezirk oder aus dem Rathaus angewiesen, wenn Ihr aber Unterstützung benötigt, meldet Euch einfach wieder bei uns!


Jugendcafe/Jugendtreff in der Inneren Stadt

Wir wohnen in der Inneren Stadt und was uns fehlt ist ein Treffpunkt für Jugendliche, wo wir nichts konsumieren müssen. Wir haben gehört, dass ein Jugendcafe/Jugendtreff oder etwas ähnliches schon oft Thema war, die Idee aber vor allem aus Kostengründen abgelehnt wurde. Wir möchten, dass das Thema nicht aus der Bezirkspolitik verschwindet, weil wir so einen Treff gut fänden. Wir haben jetzt eine Idee durch die eventuell die Kosten reduziert werden können. Unsere Idee ist eine Art Sponsoring durch ein Lokal oder Gastronomie-Unternehmen, mit dem die Kosten des Treffs reduziert werden könnten. Damit meinen wir, dass es das Lokal/den Treff für Jugendliche gibt, der Bezirk diese Einrichtung finanziell ermöglicht, aber hier auch ein Gastronom kleine Erfrischungen und Speisen anbietet und verkauft und damit alles mitfinanziert werden kann. Jedenfalls ist es uns wichtig, dass das Thema nicht verschwindet und im Bezirk weiter über Alternativen nachgedacht wird.

Wir beantragen bei der Bezirkspolitik ein Jugendzentrum im 1. Bezirk, entweder in der Nähe vom Stadtpark oder in der Nähe unserer Schule in der Hegelgasse 14. Das Jugendzentrum soll für alle im Alter von 13 bis 19 offen stehen. Das Jugendzentrum soll mit uns gemeinsam Freizeitaktivitäten planen. Außerdem gibt es im Stadtpark einige Jugendliche, die dort Alkohol trinken, rauchen und kiffen, die Probleme haben. Dagegen sollte mit Streetwork etwas unternommen werden und man sollte den Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich helfen zu lassen.

Antwort des Bezirks: Seit mehreren Jahren beschäftigen solche Anträge das Jugendparlament und auch das "richtige" Bezirksparlament regelmäßig. Wir haben daher zunächst eine Studie über die Innere Stadt als Raum für Jugendliche von Experten erarbeiten lassen. Sie haben fast ein Jahr lang die Gegebenheiten untersucht und auch mit vielen jungen Menschen im Bezirk gesprochen. Dass es einen Bedarf nach mehr Raum für Jugendliche im Ersten gibt, wissen wir daher. Unser Budget erlaubt uns bei der Lösung dieses Problems leider immer nur kleine Schritte. Der Bezirk hat ein Budget von etwa 4 Millionen Euro, davon sind 92% bereits fix verplant (Kosten der Schul- und Straßenerhaltung etc.). Selbst wenn wir die ganzen restlichen 8% für einen vollwertigen vom Bezirk betriebenen Jugendtreff ausgeben würden, kämen wir damit gerade so über die Runden. Die Fixkosten (Miete, vor allem Personal) sind dabei nämlich sehr hoch. Gastronomen, die einen Jugendtreff als "Filiale" mitbetreiben würden, haben sich bisher leider keine gefunden. Ein Großteil der Fixkosten würde wahrscheinlich auch in diesem Fall nicht abgedeckt werden können.
Wir haben aber vieles auf diesem Gebiet getan, was wir uns leisten können: Die Parkbetreuung in der Inneren Stadt in den Sommermonaten wurde in den letzten Jahren stark ausgebaut. Auch im Stadtpark sind die Parkbetreuung, aber auch Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter laufend unterwegs. Wenn Euch Problemfälle im Stadtpark auffallen, könnt Ihr Euch auch direkt bei der MA 13 (der Magistratsabteilung für Jugend) melden, damit sich die Expertinnen und Experten die Sache anschauen können. Seit einem Jahr gibt es auch eine mobile Betreuung, die Jugendliche quer durch den Bezirk ansprechen soll.
Zum Kennenlernen und als Grundlage für weitere gemeinsame Aktivitäten gibt es ja auch gerade unser Jugendparlament. Ebenso können wir den Sitzungssaal im Alten Rathaus, den Ihr ja jetzt auch kennt, für Veranstaltungen zur Verfügung stellen, wenn Ihr da eine Idee habt oder eine Veranstaltung auch selbst planen wollt. Wir würden auf diesem Gebiet gerne noch mehr machen. Aber es geht finanziell leider nicht. Danke für Euer Engagement, wir wissen auch durch Eure Anträge, dass wir hier weiterarbeiten müssen. Helft uns dabei weiter mit Euren Ideen und meldet Euch wieder, wenn Ihr Anliegen habt! Vielleicht gibt es noch andere Möglichkeiten, Orte für Jugendliche im Bezirk zu schaffen. Bitte bleibt weiter an der Bezirkspolitik interessiert und bringt Euch weiter ein!



Fussgängerzonen in der Inneren Stadt

Wie wir beobachten können sind Fussgängerzonen und verkehrsberuhigte Gebiete in Wien sehr beliebt. Sie machen es schöner zu Flanieren und auch in den Geschäften einzukaufen. Wir regen bei der Bezirkspolitik an die Fussgängerzonen in der Inneren Stadt weiter auszubauen. Eine gute Möglichkeit wäre z.B. die Wollzeile. Wie sieht der Bezirk die Notwendigkeit neue Fussgängerzonen zu schaffen und in welchem Zeitrahmen?

Antwort des Bezirks: Bei der Verkehrspolitik muss man in der Innenstadt an viele Aspekte denken. Die Bürger wollen zum einen schnell und bequem zur Arbeit, zum Einkaufen etc. und wieder nach Hause kommen. Wer ein Auto hat, will in der Nähe einen Parkplatz finden. Dann kommen täglich weit über 100.000 Menschen in den Bezirk. Sie wollen genauso wie die Bezirksbewohner schnell an ihr Ziel kommen. Und das alles bei wenig Platz und generell wenig Verkehrsflächen. Jeder, der z.B. schon mit dem Auto in der Innenstadt unterwegs war, kann von der Parkplatznot berichten. Für die Bewohnerinnen und Bewohner schaffen wir seit letztem Jahr etwas Abhilfe mit den Bewohnerparkplätzen. Eine neue Fußgängerzone hat große Auswirkungen auf alle Verkehrsteilnehmer. Die neue Fußgängerzone im Bereich Tuchlauben/Bognergasse hat so etwa zu einer Änderung der Linienführung der Citybusse geführt, die viele Menschen verärgert hat. Die Wiener Linien wollen nämlich mit ihren Bussen aus Sicherheitsgründen nicht durch Fußgängerzonen fahren. Bei Fußgängerzonen ist eben auch jeder Fahrzeugverkehr verboten. Das wäre auch die Problematik mit einer Fußgängerzone in der Wollzeile. Die Wollzeile ist zum einen eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen im Bezirk, andererseits würden durch eine Fußgängerzone die Citybusse gekappt und auch Bewohnerparkplätze verschwinden. Auch der Gesetzgeber hat sich weiter Möglichkeiten der Gestaltung überlegt. So gibt es seit kurzem etwa die Möglichkeit der Begegnungszone. In einer Begegnungszone dürfen alle Verkehrsteilnehmer die Fahrbahn benützen dürfen, dafür gilt für alle eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h und eine Verpflichtung zur Rücksichtnahme. Für einige Straßen im Bezirk wurde diese Idee bereits diskutiert, bisher ist sich auch die "große Politik" noch nicht einig, welche Maßnahmen in welchen Straßen gesetzt werden sollen.
Ihr seht also, an wie viele Dinge man in der Politik denken muss und dass man oft am Ende ein anderes Ergebnis erzielt, als man zuerst gedacht hat. Oft sieht man dann aber auch, dass man sein Ziel doch, aber eben auf anderem Weg, erreicht hat. Vielleicht dauern auch deshalb politische Entscheidungen lange und für viele zu lange.




Parkanlagen

Möglichkeit für Volleyball am Beethovenplatz

Wir haben die Idee zum Angebot von Volleyball am Beethovenplatz. Wir denken an zwei Stangen auf der Wiese hinter der Beethoven Statue zwischen denen man ein Netz befestigen kann um Volleyball oder auch nur Ball über die Schnur spielen kann. Gut wäre es wenn das Netz an einer Stange fix befestigt wird und um die andere Stange gewickelt werden kann, wenn es nicht benötigt wird. Damit ist das Netz nicht immer da und trotzdem wird Möglichkeit zum Spielen gegeben. Wenn das nicht möglich ist, wären Alternativen in diese Richtung gehend zu überlegen.

Antwort des Bezirks: Durch euren Vorschlag ist Neues entstanden. Der Bezirk hat die Finanzierung der Stangen sichergestellt und die MA42 beauftragt sie zu montieren. Leider können sie aus statischen Gründen nicht direkt am Ballspielkäfig befestigt werden. Durch euer Engagement ist es auch gelungen eure Schule an dem Projekt zu beteiligen. Das Volleyball-Netz wird nämlich durch eure Turnlehrer/-innen verwaltet werden und kann in den Freistunden und/oder an Nachmittagen dort ausgeborgt werden.


Gestaltung des Käfigs Börsepark

Unsere Klasse hat an die Bezirksvorstehung Innere Stadt die Bitte den Käfig im Börsepark zu renovieren und neu zu gestalten. Besonders wichtig wäre für uns die Erneuerung des Bodenbelags, der einen roten gummiartigen Belag bekommen soll. Wichtig sind auch neue Tore mit Netzen die etwas aushalten können.

Antwort des Bezirks: Die Aufbringung eines neuen Belages und Verbesserungsarbeiten bei Spielplätzen sind sehr teuer. Solche Vorhaben müssen sorgfältig geprüft werden. Da einige Schäden saniert werden müssen, wurde im Finanzausschuss geprüft, ob die komplette Aufbringung eines besseren (weicheren) Bodenbelages finanziell möglich ist und weitere Verbesserungen beim Ballspielbereich vorgenommen werden können. Leider hat die Überprüfung ergeben, dass die Aufbringung eines neuen Bodenbelages rund 13.000 Euro kostet. Da der Bezirk über begrenzte finanzielle Mittel verfügt, ist es derzeit leider nicht möglich den Bodenbelag am Ballspielplatz Börsepark zu erneuern.


Flutlicht und Trinkbrunnen beim Käfig Schottenring

Wir sind eine Gruppe von Jugendlichen die den Käfig bei der U-Bahn-Station Schottenring intensiv nutzen und froh darüber sind. Wir beantragen bei der Bezirkspolitik, dass hier Verbesserungen vorgenommen werden. Zum Einen finden wir, dass hier unbedingt einen Trinkbrunnen benötigt wird um den Käfig gut zu nützen. Am Wichtigsten wäre, dass der Brunnen nahe beim Eingangsbereich ist. Eine zweite wichtige Verbesserung wäre hier Flutlicht. Flutlicht wäre wirklich etwas Besonderes, das es nur in wenigen Käfigen in Wien gib. Beim Gürtel kommt das Flutlicht bei den Käfigen sehr gut an und viele nutzen sie in der Nacht.

Antwort des Bezirks: Aufgrund Eures Vorschlages haben wir die Einrichtung einer Beleuchtung für den Käfig mit den zuständigen Beamten vereinbart und diese sollte in der nächsten Zeit eingebaut werden. Beim Trinkbrunnen ist dies leider nach derzeitigem Stand nicht zu machen, aber wir sind derzeit dabei, mit den Behörden über verschiedene Wünsche im Umfeld des Käfigs zu diskutieren und vielleicht findet sich auch dafür noch eine Lösung.


Trinkbrunnen vor dem Akademischen Gymnasium

Unsere Klasse nutzt die Gelegenheit um dem Bezirk ein wichtiges Anliegen von vielen Jugendlichen vorzustellen. Der Beethovenplatz ist für die SchülerInnen aus dem Akademischen Gymnasium ein wichtiger Ort. Wir verbringen hier sowohl vor als auch nach der Schule oft Zeit. Wir nutzen auch den Käfig sehr oft. Leider gibt es hier am Beethovenplatz keine Trinkmöglichkeit in Form eines Trinkbrunnens. Wir möchten anregen, dass hier ein Trinkbrunnen errichtet wird. Wir haben erfahren, dass die Errichtung einiges an Geld verlangen würde. Trotzdem sind wir davon überzeugt, dass diese Investition wichtig wäre und viel Sinn macht.

Antwort des Bezirks: Obwohl ein solcher Brunnen eine Menge Geld kostet und es zuerst nicht danach aussah, als könnte der Bezirk diese Summen aufbringen, wurde nunmehr entschieden, diesen kurzfristig zu errichten. Wenn alles gut geht, werdet ihr daher noch heuer Euren Durst bei dem neuen Brunnen löschen!


Verbesserungen im Rudolfspark

Sehr geehrte Frau Bezirksvorsteherin, sehr geehrte BezirksrätInnen der Inneren Stadt! Wir leben in der Inneren Stadt und kennen den Rudolfspark, leider gefällt er uns seit dem Umbau nicht mehr so gut. Der Rudolfspark wurde ja neu gestaltet - jetzt gibt es vor allem Blumenbeete und kleine Hügel auf der Wiese. Wir verstehen leider gar nicht warum der Park so wie ein Blumenbeet gestaltet wurde und können die Änderungen nicht nachvollziehen. Uns stört vor allem, dass man nun hier nichts mehr tun kann. Wir wünschen uns, dass die Hügel wieder abgetragen und die Beete eher im seitlichen Bereich angebracht werden. Das würde dazu führen, dass wieder mehr Platz zu Spielen zur Verfügung steht und trotzdem die BewohnerInnen nicht belästigt werden. Gut fänden wir auch Wildblumen im Park, die ein wenig natürlich aussehen.

Antwort des Bezirks: Der Rudolfsplatz überhaupt und der Park ganz besonders beschäftigt die Bezirkspolitik schon mehrere Jahre. Im Zuge dieser Diskussionen wurde ein Gesamtkonzept für den Park erarbeitet. Dabei wurde bis in so kleine Details wie die Art und den genauen Ort der Pflanzen alles in einem Guss festgelegt. Die Umgestaltung ist für den Bezirk auch finanziell ein sehr großes Projekt gewesen (zur Illustration: Der Bezirk hat für alle seine Aufgaben nur einen kleinen Bruchteil dessen zur Verfügung, was die Stadt Wien allein für Jugendarbeit in ihrem Budget aufweist). Auch im Bezirksparlament sind viele nicht mit einzelnen Details zufrieden, die auch Ihr in Eurem Antrag ansprecht (so wurde kritisiert, dass Fußballspielen jetzt schwerer möglich ist). Wenn der Bezirk aber jetzt nach kurzer Zeit wieder Änderungen im Park durchführen würde, würde das neue Kosten verursachen und zugleich wären die alten Kosten für die Gesamtumgestaltung teilweise umsonst gewesen. Wir danken Euch für Euer Engagement – bitte bleibt weiter an der Bezirkspolitik interessiert und bringt Euch weiter ein! Wir hoffen auch, dass Ihr trotzdem regelmäßig auch in den Rudolfpark geht und dort – auch neben den Beeten – Euren Platz findet.


Springbrunnen am Beethovenplatz

Wir haben uns eine Sache zur Neugestaltung am Beethovenplatz überlegt und zwar einen Springbrunnen in der Nähe des Denkmals. Der Springbrunnnen sollte kreisförmig sein, in der Mitte Verzierungen haben und ein Hingucker für Touristen sein

Antwort des Bezirks: Springbrunnen sind eine sehr hübsche, aber leider teure und auch störungsanfällige Sache und deshalb mit sehr hohen Kosten für die Errichtung und Pflege verbunden. Allzu große Investitionen kommen uns allerdings deshalb nicht sehr sinnvoll vor, weil im Zusammenhang mit dem Projekt Eislaufverein eine größere Umgestaltung des ganzen Bereiches in Diskussion ist.



Verkehr und Verkehrssicherheit

Ampelschaltungen am Schwarzenbergplatz

Die Ampel am Schwarzenbergplatz vor dem McDonalds sollte andere Intervalle der Grün-Rot-Phasen haben. Sie ist immer drei bis vier Minuten Rot und dann nur zwanzig bis fünfundzwanzig Sekunden grün. Es ist für alle Fußgänger kaum möglich, bei Grün über die Ampel zu gehen. Für alte oder behinderte Menschen ist es gar nicht möglich. Die Autofahrer hupen dann und sind rücksichtslos. Generell sind alle Ampeln im 1. Bezirk sehr lange rot und für Fußgänger nur ganz kurz grün.

Antwort des Bezirks: An der Situation hat sich seit dem letzten Antrag im Jahre 2014 nichts geändert. Diese Kreuzung stellt durch ihre komplexe Situation eine Herausforderung für jene Expert/-innen bei der Magistratsabteilung 46 dar, die für die Programmierungen von Ampelsignalanlagen verantwortlich sind: Öffentlicher Verkehr (Straßenbahn- und Buslinien), Fahrrad-, Fußgänger/-innen- und motorisierter Individualverkehr mit einer Vielzahl an möglichen Bewegungsrichtungen treffen hier in dichter Frequenz aufeinander und sollen so koordiniert werden, dass einerseits die Verkehrssicherheit in höchstmöglichem Ausmaß gewährleistet ist und andererseits die Flüssigkeit des Verkehrs für alle Verkehrsteilnehmer/-innen ermöglicht wird. Auch auf computergestützt ermittelte "Grüne Phasen" für den öffentlichen und den individuellen Verkehr ist Rücksicht zu nehmen. Wenn also die Ampelanlage einer Kreuzung umprogrammiert werden soll, müssen gleichzeitig die Schaltungen einer Reihe weiterer Ampelanlagen entlang der Ringstraße angepasst werden. Die Kosten für die Änderung nur einer großen Kreuzung belaufen sich auf € 30.000,- bis € 60.000,-. Die Gesamtkosten eines solchen Projektes lägen also bei mindestens € 150.000,-! Unter Berücksichtigung all dieser Aspekte ist daher eine Verlängerung der Grünphasen für Fußgänger/-innen derzeit leider nicht möglich. Dies ist umso mehr schade, da Fußgänger/-innen laut dem geltenden "Masterplan Verkehr 2003" bevorzugt zu berücksichtigen sind.



Öffentliche Plätze

Lernplatz Stadtpark oder Theodor-Herzl-Platz

Eine Sitzgelegenheit aus Bänken mit einem Tisch und Free-Wi-Fi im Stadtpark (oder als Alternative im Theodor-Herzl-Platz) Begründung: Für uns Schüler/Innen fallen zwischen Vormittags- und Nachmittagsunterricht immer wieder Überbrückungsstunden an, die derzeit für schulische Arbeit schwer nutzbar sind. Deshalb wird das Lernen und Schreiben von Hausaufgaben in der Nähe der Schule zum Problem. In der Schule dürfen wir uns nicht außerhalb der Unterrichtszeit aufhalten und obwohl wir genug Sitzmöglichkeiten in der Nähe hätten, gibt es dort keinen Tisch zum Schreiben oder Studieren. Zwar bestehen im Umkreis der Schule zahlreiche Gastronomiebetriebe, doch ist dort die Sitzmöglichkeit an eine Konsumation gebunden, was wiederum viel Geld kostet. Der Stadtpark oder der Theodor-Herzl-Platz sind, dank der schnellen Erreichbarkeit, eine ideale Möglichkeit für dieses Projekt. Als zeitgemäße Ausstattung wünschen wir uns zudem einen freien Wi-Fi-Anschluss, da heute unser Lernen in den meisten Fällen an die Nutzung von Online-Lernplattformen sowie an Webrecherche gekoppelt ist. Zwar ist ein Platz im Freien nicht vollständig ganzjährig nutzbar, wir gehen aber davon aus, dass dieser Nachteil durch die Möglichkeit, während der schulischen Arbeit an der frischen Luft zu sein und die Sonne zu genießen, aufgehoben wird, da wir ausbildungsbedingt ohnehin einen Großteil unserer Zeit in geschlossenen Räumen verbringen.

Antwort des Bezirks: Uns hat Eure Idee sehr gut gefallen. Wir wissen schon aus den letzten Jugendparlamenten, dass es für Jugendliche einen Bedarf an Möglichkeiten am Nachmittag gibt. Wir haben daher z.B. die Parkbetreuung für Jugendliche in der wärmeren Jahreszeit ausgebaut. Der Vorschlag mit den Lernplätzen ergänzt dieses Angebot sehr gut.
Weil der Stadtpark für viele ein Hot Spot ist - auch für jene, die vielleicht einen Lernplatz für andere Zwecke als zum Lernen oder Aufgabenmachen nutzen würden – finden wir es am Sinnvollsten, den Lernplatz am Theodor-Herzl-Platz einzurichten. Dieser Platz ist bisher ja wenig attraktiv, ein Lernplatz kann auch helfen, ihm ein Gesicht zu geben. Außerdem seid Ihr dort beim Lernen sicher weniger gestört als im Stadtpark.
Wie Ihr wisst, hat der Bezirk ein sehr geringes Budget (ca. 4 Millionen Euro), das außerdem zu über 90% für Fixkosten (Schulen, Straßen etc.) verplant ist. Daher ist jede neue Ausgabe eine Verhandlungssache und muss mit unseren Finanzverantwortlichen im Finanzausschuss des Bezirks abgeklärt werden. Für die Aufstellung des Lerntisches sind etwa 3000 Euro erforderlich. In Gesprächen mit unseren Finanzverantwortlichen konnten wir erreichen, dass dieser Betrag zur Verfügung gestellt werden kann. Wir sind sehr froh, dass wir Eure Idee umsetzen können!



Wellenbänke vor der KMS Börsegasse

Vor unserer Schule hätten wir gerne (Wellen-)Bänke aus Holz, damit wir die Freistunden dort verbringen können. Vielleicht können die SchülerInnen ja bei der Farbauswahl mit eintscheiden. Im Augenblick haben wir gar keine attraktiven Sitzmöglichkeiten vor unserer Schule oder in ihrem Umfeld. Das wäre eine wirklich gute Verbesserung für uns.

Antwort des Bezirks: Leider ist in der Renngasse auf dem Gehsteig bei weitem nicht genügend Platz, um Wellenbänke oder ähnliches aufstellen zu können. Eventuell möglich erscheint dies unten in der Börsegasse, jedoch fällt dieser Bereich gewissermaßen in den Einzugsbereich der anderen Schule, sodass ein Einvernehmen zwischen den Schulen hergestellt werden müsste.


Erweiterung Sitzgelegenheiten am Beethovenplatz

Im Workshop in unserer Klasse waren die Sitzgelegenheiten im Umfeld des Akademischen Gymnasiums und vor allem vor der Schule ein wichtiges Thema. Unsere Klasse beantragt mehr attraktive Sitzgelegenheiten aufzustellen, um auch einer größeren Gruppe Platz zu bieten. Ein schwer umsetzbares Idealmöbel wären die Enzis aus dem Museumsquartier. Aber auch die vorhandene Wellenbank vor der Schule ist attraktiv und es sollte mehr davon geben. Beispielsweise gibt es am Küniglberg in Hietzing eine richtige Sitzgruppe die wir gut finden. Ein anderes attraktives Beispiel kennen wir aus der Fichtegasse im 1. Bezirk. Allerdings sollten die Sitzmöbel nicht aus Stein sondern aus Holz oder Kunststoff sein, damit sie nicht so kalt sind. Die Form und Anzahl finden wir aber gut. Ein wichtiger Punkt wäre es unsere Schule in die Farbauswahl miteinzubeziehen – es wäre toll wenn es dazu eine Abstimmung unter den SchülerInnen gibt. Als Ort wäre entweder der Platz vor der Schule, die große Wiese am Beethovenplatz oder der Bereich hinüber zum Eislaufverein geeignet. Eine Möglichkeit wäre, auch die vorhandenen normalen Bänke abzubauen und so Platz für Neues zu machen.

Wir beantragen bei der zuständigen Kommission im Bezirk, dass am Beethovenplatz im Bereich vor dem AKG neue und attraktive Sitzgelegenheiten aufgestellt werden. Im Moment gibt es eine Wellenbank die attraktiv ist und zahlreiche normale Parkbänke. Unser Vorschlag wäre es eine kreisförmige Sitzgelegenheit aus Holz zu errichten beziehungsweise aufzustellen, die möglichst vielen Jugendlichen Platz bietet. Optimal wäre, wenn man dann sowohl in die Mitte des Kreises gerichtet als auch nach außen orientiert darauf sitzen kann. Wichtig wären auch Sitzmöglichkeiten, die einen Tisch integriert haben.

Antwort des Bezirks: Aufgrund Eures Vorschlages wurde zwischen dem Bezirk und der zuständigen Magistratsabteilung MA42 intensiv überlegt wo die Aufstellung zusätzlicher Wellenbänke sinnvoll ist. Die Finanzierung wurde kürzlich im Finanzausschuss des Bezirks sichergestellt. Wir müssen aber auch im Auge behalten, dass genügend Platz für Passanten aber auch z.B. für die Zufahrt von Einsatzfahrzeugen bleibt. Das bedeutet, dass es noch ein wenig Zeit braucht bis ein geeigneter Ort festgelegt werden kann. Allzu große Investitionen kommen uns auch deshalb nicht sehr sinnvoll vor, weil im Zusammenhang mit dem Projekt Eislaufverein eine größere Umgestaltung des ganzen Bereiches in Diskussion ist.



Sauberkeit

Reinigung des Radwegs am Donaukanal

Eines unserer Anliegen bezieht sich auf den Weg entlang des Donaukanals, welcher oft von Scherben überseht ist. Dies kann gefährlich sein, da dieser Weg täglich von einer Vielzahl an Radfahrern passiert wird, denen die Glasfragmente zum Verhängnis werden können. Auch für Kinder, die auf dem Beton spielen, und für Passanten stellen die scharfen Glasscherben eine Gefahr dar. Das beschriebene Problem ist auf der Strecke von Spittelau bis zur Schwedenbrücke (dem Donaukanal entlang) am stärksten präsent.

Antwort des Bezirks: Euren Antrag betreffend Reinigung Radweg am Donaukanal haben wir mit der Magistratsabteilung 42 (MA 42) besprochen und folgende Antwort erhalten: Leider kann es trotz regelmäßiger Reinigung durch die hohe Fußgängerfrequenz zwischenzeitlich immer wieder zu Verunreinigungen kommen. Die MA 42 ist bemüht, die Glassplitter so rasch wie möglich zu beseitigen. Uns wurde zugesichert, dass in den Sommermonaten das Reinigungsintervall verkürzt wird und somit Verunreinigungen möglichst rasch beseitigt werden. Bitte wendet Euch auch in Zukunft an uns, wenn Euch ein Ort auffällt, an dem aus Eurer Sicht eine Verbesserung notwendig ist. Euer Antrag kann somit erfüllt werden. Bitte wendet Euch auch in Zukunft an uns, wenn Euch ein Ort auffällt, an dem noch bessern gereinigt oder kontrolliert werden soll.